25.12.2014
......Margeriten, Lupinen, Rosen, Ringelblumen, Königskerzen, Brombeerblüten.... wenn ich sie mal alle kennen würde....
All das, und noch viel mehr gibt es bei einem Reitausflug zu sehen. Natürlich gibt es auch riesige rhabarberartige Blätter, Bambus und viele andere Pflanzen, die man bei uns höchstens in Botanischen Gärten sieht.
Heute habe ich einen wunderschönen Reitausflug gemacht....
Manchmal vergisst man ja glatt sein eigenes Alter.... und in solch einem Moment des jugendlichen Überschwangs hatte ich schon zu Hause "Horseback Riding" gebucht. Aber ich glaube, das sollte ich langsam lassen..
Nur 8 Leute hatten die gleiche Idee, Alter gemischt.
Zuerst wird ausgebootet und an Land das Gepäck flüchtig durchsucht, weil man nach Chile keinerlei landwirtschaftliche Produkte einführen darf.
Etwa 45 Minuten sind wir dann ins Innere der Insel Chiloe.... wo wir gerade ankern... gefahren, bekamen einen kleinen Snack (Honigbrot ) zur Begrüßung und schon wurden wir mit Helm und Reitstulpen (hoffentlich darf man die Dinger so nennen...) versorgt. Ich habe vorsichtshalber um ein gaaaaanz braves Pferd gebeten....
Marena war auch lieb, hat mich nur am Anfang genervt, weil sie dauern fressen wollte und an den Zügeln zerrte....
Bei meiner letzten Reiterfahrung vor etwa 27 Jahren wurde ich vom Nachbarpferd gebissen und abgeworfen....
Es geht durch tolle Landschaft teils steil bergauf und bergab, aber es hat ein wenig gedauert, bis ich entspannt das Reiten und die Landschaft genießen konnte.
An einem kleinen Fluss wird abgesessen. Nun gibt es sehr leckeren selbstgeräucherten Lachs und vorzügliche selbst gezüchtete, eingelege Muscheln.
Die 2 jungen Chinesen, die beim Ausflug dabei sind, machen erst einmal ihre Dehn- und Streckübungen.
Die junge Frau verhüllt zum Reiten fast alle sichtbare Haut, bis auf die Augen...so eine Art Reitburka für Obenherum.
Leider war damit schon die Hälfte der Zeit um. Die Reststrecke war landschaftlich noch schöner, erinnert wie oft hier in dieser Region, an deutsches Mittelgebirge, nur ein bisschen wilder...
Wir halten noch an einem See, in dem sogar gebadet wird. Heute sollen hier um die 17 Grad sein.
Dann ein kurzer Blick auf die Stelzenhäuser, die für die Stadt Castro typisch sind. Man hat sie früher gerne errichtet, weil der Strand nichts kostete, anderes Land hingegen Geld kostete.
Für einen kleinen Rundgang in Castro, das 1750 von den Spaniern gegründet wurde, ist noch Zeit. Es ist aber alles geschlossen, die Markthalle so gut wie leer, die Kirche sowieso. Das hängt vom Pfarrer ab, sagen die Leute. Und die haben in Südamerika offenbar meistens was anderes zu tun... Ansonsten sind die Kirchen auf Chiloe berühmt. 16 gehören zum Weltkulturerbe. Christiane hat sich 3 auf ihrem Ausflug angesehen.
Im Hafengebäude soll es wifi geben. Da sammelt man sich.... Aber es funktioniert hier genauso wenig wie in Puerto Montt.






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