Dienstag, 6. Januar 2015

King George anstatt.......

4.1.2015
Mal wieder ein Kampf zwischen Planung und Wetter....
Die große Vulkaninsel Deception wird gestrichen, die nächsten Punkte auch. Der Kapitän sucht sein/ unser Glück im Antarctic Sound.... vergebens... 


Die großen Eisberge, die er uns zeigen wiil, bleiben im schlechten Wetter verborgen....."kleine" tun's ja auch....


Nach einer Kehrtwendung um 90 Grad steuern wir nun die große King George Island an.


Dort cruisen wir lange in einer großen Bucht. Wir sind umgeben von Pinguinschwärmen, die durch das ruhige Wasser toben und dabei immer wieder mit Kopf und Nacken kurz über Wasser sind. 
Viele Wale versprühen ihre Fontainen alleine oder im Duett, um dann ausgiebig den Rücken und nur kurz die Schwanzflosse zu zeigen. Ab und zu ruhen Seelöwen sich am Strand aus und gelegentlich nehmen Pinguine ein Eisschollentaxi. 



Langweilig ist es hier nicht. Die riesigen Gletscher ragen oft bis ins Wasser hinein, grosse  und kleine Eisstücke schwimmen vorbei. Nur mit dem Kalben will es einfach nicht  klappen.



Eisiger Wind wechselt sich ab mit Sonnenschein und absoluter Windstille.


Auf King George Island befinden sich Forschungsstationen 8 verschiedener Nationen befinden. Dort leben und forschen Wissenschaftler mehrzahlmässig im antarktischen Sommerhalbjahr, in dem es hell ist und die Temperaturen sich im erträglichen Bereich befinden. Gelebt wird in Containern oder gelegentlich auch barackenähnlichen Gebäuden.

Kurz nach Weihnachten war bei der polnischen Station ein Segelboot gestrandet. Es war auf einer Tour zum Gedenken an Jackletons Antarktisexpedition vor genau 100 Jahren.
Die 8 Segler wurden nun von uns "gerettet", per Schlauchboot an Bord geholt und bis zu den Falklandinseln oder auch weiter mitgenommen. Sie erwarten uns schon sehnsüchtig am Strand, neben ihnen schauen ein paar Pinguine neugierig zu, während der Rest dem Tagwerk nachgeht, d.h. rein ins Wasser... raus aus dem Wasser, Herumstehen, Herumwatscheln... 
Die gestrandeten Segler müssen sie sehen, wie sie nach Hause kommen und vor allem, wie das demolierte Schiff repariert und nach Stettin zurück gebracht werden kann... Ein Versorgungsschiff besucht die Stationen in der Regel nicht mehr als 1 oder 2x im Jahr. Dieses Schiff muss groß genug sein, um das Segelboot namens Polonus an Bord zu nehmen und nach Ushuaia zu bringen. Dort könnte es dann in einer Werft repariert werden.    
In der Antarktis herrschen strenge Auflagen und die Versicherung wird Sorgenfalten kriegen.....
Morgen früh wird die Crew uns einen Vortrag darüber halten, wie es zu dem Drama kommen konnte....


Am späten Nachmittag nehmen wir Abschied von der Antarktis, lassen King George Island hinter uns, Elefant Island rechts liegen und steuern schnurstracks nach Norden auf die Falklandinseln Inseln zu. 


Erst am 6.1.15 gegen 7 Uhr morgens werden wir dieses Stück
ausländischer  Besitzung Großbritanniens
erreichen und in Stanley den Anker werfen.
Viel Wind und Wetter sollen unsere Überfahrt begleiten, heißt es....




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